Ich melde mich ja mittlerweile aus Perth, Australien wo ich seit dem 23.12. meine Zeit verbringe, aber erstmal bin ich euch ja noch die letzten Erlebnisse von Indien schuldig.
Der Staat Tamil Nadu besitzt mehrere kleinere Staedte in den Bergen, die ich nach meinem 2-Wochen Goa-Strand-Aufenthalt erkunden wollte.
Von Hampi gings ueber den Zwischenstop Mysore (siehe vorherigen Blog) nach Ooty (der Ort heisst wirklich so!). Basti, Fritz, ihr kennt das Gebiet ja schon und jetzt kann ich mir gut vorstellen dass man diese Berge super mit dem Fahrrad geniessen kann (besonders wenns bergab geht :) )!
In der Naehe von Ooty ist der hoechste Berg von Suedindien, der Dotta Betta, doch er ist leider sehr touristisch mit Strasse hoch und Aussichtsplatform. Hab aber mal wieder nen alternativen Weg gesucht - und auch mehr oder weniger gefunden - und bin nach einem Besuch im Botanischen Garten durch einen "Hinterausgang" ab in den Wald um mich von dort durch den Dschungel auf den Berg durchzuschlagen.Auf dem Weg dahin bin ich sogar einigen wilden Bisons begegnet. Sie standen da zwar nur grasend rum aber diese massigen Tiere sind schon echt furchteinfloessend - vor allem wenn man nichwie im Zoo durch einen Zaun von ihnen getrennt ist. Leider is meine Speiecherkarte kaputt gegangen, sodass die entsprechenden Bilder leider fuer immer verloren sind - ausser natuerlich in meinem Gedaechtnis.
Der Berg is wie gesagt sehr touristisch aber man will ja mal auf dem hoechsten Punkt Suedindiens gestanden sein, nech?
Danach gings mal wieder richtig mit dem
Zelt raus, denn die Umgebung lud schon zum Wandern ein. Wenn die
Berge auch nicht so hoch waren war die Umgebung dennoch wunderschoen.
Mit dem Bus sollte es nach Avalanche
gehen doch da der einzige Bus dahin schon morgens losgefahren war
ging es nur in ein Dorf auf dem Weg dorthin, den Rest wollte ich
laufen. Also kam ich mal wieder irgendwo an, ohne Karte und kein Plan
wo es ueberhaupt langgehen sollte. Aber nen wirkliches Ziel hatte
ichja auch nich, also folgte ich einem Wegweise richtung Staudamm.
Bin dann da an einem der vielen Seen entlang gelaufen – war echt
herrlich.
Umgeben von Waeldern und Bergen liegen
die Seen in wunderbarer Kulisse
Diese Seen wurden kuenstlich aufgestaut
und als Wasserspeicher zum Trinken und fuer die Felder benutzt
Einige Ueberrest zeugen noch davon,
dass hier mal was anderes war als nur ein See
Aber ob kuenstlich oder nicht, schoen
sieht's aus
Auf den Tee- / und Gemueseplantagen
drumherum schaffen die fleissigen Inderinnen
Die Nacht hab ich dann auf einer
kleinen Lichtung verbracht, umringt von Urwald, in der Naehe eines
Wasserlochs. Ich wurde vorher schon gewarnt aufzupassen wegen wilder
Tiere. Angeblich sollte es hier Bisons, Leoparden und sogar
vereinzelt Tiger geben.
Der Typ der diese Falle aufgestellt hat
hat wohl auch daran geglaubt. Da ich lebendige Tiere in Freiheit aber
viel schoener als tot oder in Gefangenschaft hab ich seine kleine
Konstruktion erstmal demontiert.
Auf meiner Nachtwanderung und auch die
Stunden danach hab ich aber bis auch das staendige Gebruelle der
Affen und etwas knacken im Unterholz keine winlen Tiere wahrgenommen.
Morgens gings wieder frueh weiter,
immernochin der Hoffnung den einen oder anderen Dschungelbewohner
anzutreffen – aus sicherer Entfernung versteht sich natuerlich!
Wenn mir auch diese Begegnung nicht
vergoennt war so bot die Natur dennoch einen wunderschoenen Anblick
Hier schwebt der Morgennebel wie
geisterhaft ueber das Wasser des Sees
Und auch die Berge bieten immer wieder
ein schoenes Panorama
So schoen, hier koennte man fast
wohnen.
Naja, vielleicht muss ich mich doch noch
ein wenig weiter umschauen :)
Auf Grund einer langen Trockenperiode
und einem schwachen Monsun dieses Jahr waren die Wasserstaende der
Seen sehr niedrig und das Land und die Ufer drumherum wirkten oft wie
eine trockene Lehmwueste.
Vor allem weil viel Wasser gebraucht
wird um die vielen Teeplantagen zu waessern. Zusaetzlich zum leckeren
Erzeugnis bieten sie mit ihrem satten gruen auch immer wieder einen
herrlichen Anblick
Nachmittags gings dann nach Ooty
zurueck und am naechsten morgen mit der antiken Eisenbahn nach
Coonoor.
Der Ort gefiel mir ansich nicht so gut
und so beschloss ich michhier nicht lange aufzuhalten. Ich nahm daher
nur den Bus zu einem Aussichtspunkt (Lamb's Rock).
Leider war es etwas neblig doch die
Aussicht ins Tal war dennoch ganz schoen.
Hier wars zwar auch sehr touristisch
aber da keine grossartigen Wanderalternativen angeboten waren
beschloss ich den Nachmittag hier faul zu verbringen und auch hier
irgendwo zu uebernachten.
Die Affen drumherum boten dabei sehr
viel Beschaeftigung
Zum Sonnenuntergang war schon keiner
mehr da
Ich fand einen kleinen Trampelpfad der
zu einem kleinen Felsen ein bisschen unterhalb vom Aussichtspunkt
fuehrte
Hier hab ich dann auch die Nacht verbracht und beim Trommeln und Weihnachtsmusik die Aussicht auf die beleuchtete Stadt im Tal genossen.
Leider etwas verschwommen aber das Foto gibt dennoch einen kleinen Eindruck von meinem letzten Schlafplatz draussen in Indien.
Die 2 folgenden Tage hab ich dann in Kodaikanal verbracht und wollte dort eigentlichauch nochein wenig wandern nur hat mir das neblige Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und so hab ich die Zeit mit Unterhaltungen mit anderen Touris ausm Hostel und mit dem geniessen des leckeren indischen Essens verbracht. Muss man ja nochmal ausnutzen bevor es ins Fastfood-Australien geht.
Ueber Nacht gings dann nach Kochin, wo ich noch einen TAg zum Sightseeing hatte bevor es mit dem Flieger nach Perth weiter ging.
Diese Fischervorrichtungen werden Chinesische Netze genannt, sie werden an einem Flaschenzug langsam runtergelassen, dann wird ein paar Minuten gewartet und dann werden sie wieder hochgezogen. Alle Fische die sich zu dem Zeitpunkt ueber dem Netz befinden werden gefangen.
Ja, schoen war die Zeit in Indien und von der NAtur und kulturell echt ueberwaeltigend. Ich kanns nur jedem weiter empfehlen! Und Jo, die Zeit mit dir war natuerlich das Highlight!!! :)
Viele Gruesse an daheim und an alle anderen Reisenden!!!
Euer Alex
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen