Samstag, 20. Oktober 2012

Entspannte Wanderung im Shivapuri NP

Hallo meine treuen Lesen,

dieses Mal gibt es schon schneller nen Update, dafuer wird dieser Beitrag auch nich so lang wie der letzte ;)

Wie beim letzten Beitrag schon angekuendigt hat es mich nich lange in Kathmandu gehalten - ich wollte wieder raus in die Natur, vor allem da Kathmandu sowohl Nightlife als auch an Beschaeftigung tagsueber auf die Dauer nich so viel zu bieten hat.
Es ging daher die letzten 4 Tage in einen Nationalpark in der Naehe von Kathmandu. Nachdem ich von meinem letzten Trip immer noch etwas angeschlagen war sollte es dieses Mal etwas ruhiger zugehen.
Mit dem Bus ging es nach Nargakot - ein Staedtchen dass eigentlich beruehmt fuer seinen Sonnenauf- und -untergang beruehmt ist. Leider war es an meinem Ankunftstag am Horizont eher wolkenbehangen und so entschied ich mich dieses touristische Doerfchen zu verlassen und gleich ein Stueck weiter zu wandern.
Weiter gings ueber urspruengliche Doerfer, nicht touristisch, kaum andere Trekker, ab in den Dschungel von Nepal.

 
Der Weg fuehrte am Anfang immer wieder an schnuckeligen kleinen Doerfern vorbei 

 
Bis zum Eingang vom Park hab ich auch gern eine kleine Mitfahrgelegenheit auf nem Truck genutzt. War allerdings nicht wirklich entspannend, da ich bei den Strassenverhaeltnissen oft fast runtergeschleudert wurde und wir zwischendurch auch mal aussteigen mussten um die ausgespuelte Strasse mit Schaufeln und Erde wieder einigermassen befahrbar zu machen

Es war zwar immernoch auf ueber 2000Metern Hoehe aber vom Klima und der Atmosphere her wie in Brasilien: Riesige Farne, heiss, ueberall gruen, lianenbehangene Baeume, das staendige Zirpen der Zirkaden,....einfach herrlich idyllisch.

 
An solch riesigen Farnwaenden ging es haeufiger vorbei. Richtiges Dschungelfeeling

 
 

 Immer wieder traf ich auch auf herrlich frische Baeche wie diesen hier

 
Diese Viehcher waren so laut, dass ich teilweise Angst bekam nen Tinitus zu bekommen

 Ich hatte mein Zelt und Kochzeug dabei, war aber sonst mit sehr leichtem Gepaeck unterwegs. Hab mir stattdessen etwas mehr an Komfort zu essen gegoennt und so gabs an 2 Morgenden Ruehrei auf Brot, abends immer wieder nen heissen Tee und wenn ich zwischendurch Hunger hatte hab ich mir Kekse gegoennt oder ne Packung Instant-Nudeln gekocht. Wie gesagt, einfach chillig, ruhiges Wandern, immer wieder Pausen in sonnigen Plaetzchen wo ich mich hingelegt hab und mein derzeitiges Buch ueber eine wahre Begebenheit (Ungluck) am Mount Everest gelesen hab ("In eisigen Hoehen" "Into thin air" von Jon Krakauer [der auch Into the wild geschrieben hat], sehr zu empfehlen!). Abends hab ich dann irgendwo im Gruenen mein Zelt aufgeschlagen, mich in meinen Schlafsack gekuschelt, gelesen oder Musik gehoert, einmal sogar ein kleines Lagerfeuer gemacht...wie gesagt einfach gechillt und entspannend.

 
An solch lauschigen Plaetzchen laesst es sich gut aushalten

 
Abends dann ein kleines Lagerfeuer

 und morgens gabs Ruehrei mit Brot. Sieht auf diesem Bild vielleicht nicht allzu lecker aus, hat aber fantastisch geschmeckt!

Trotzdem gings dann auch auf den hoechsten Berg im Park, immerhin 2650 Meter hoch!

 
GESCHAFFT!!! Immerhin ein kleines Erfolgserlebnis :)

Unterwegs hab ich dann noch nen Moench getroffen und kennengelernt, der mich dann gleich zum Tee und Essen eingeladen hat und mir ne kostenlose Medithationsstunde gegeben hat. War echt interessant. Er selbst wohnt schon seit 4 Monaten dort. Abends kamen dann noch 2 andere Moenche vorbei, mit dem einen hab ich mich auch gleich laenger unterhalten - er wohnt schon seit 7 Monaten in einer Hoehle in der Naehe zum Meditieren.

 

Die Erfahrung beim Moench war sehr interessant und lehrreich


Bin dann die Nacht ueber auf einer wunderschoenen Anhoehe in der Naehe vom Moench geblieben mit herrlicher Aussicht auf die Langtang Mountain Range (die Bergkette in die ich meine erste Tour gemacht hab).

 
 

 
 
 
Mit solch wunderschoenen Aussichten laesst sich ein Tag ung eine Nacht gut geniessen


Am naechsten Morgen nach einer staerkenden Suppe vom Moench gings dann wieder zurueck an der Hoehle der Moenchs vom Vorabend vorbei, mit dem ich auch nochmal in seiner Hoehle meditiert hab und dann natuerlic auch mit ihm essen "musste".

 
 Diese Hoehle war schon ein sehr spiritueller Ort

Nach einem 3 stuendigen Abstieg gings dann durch einen urspruenglichen Vorort von Kathmandu zurueck in die Zivilisation. In dem Vorort war man scheinbar keine Touris gewoehnt und so schauten mich alle an als waer ich ein Alien. Schon nen komisches Gefuehl.
Dann gings mit dem Bus zurueck und da bin ich jetzt wieder im Hostel und bereite meinen naechsten Ausflug in 2 oder 3 Tagen nach Pokhara vor.

Bis dahin wuensch ich euch daheim - oder woimmer ihr auch seid - alles Gute! Denk an euch!

Alex aus Kathmandu!


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