Dienstag, 23. Oktober 2012

Nichts fuer sanfte Gemueter

Hallo meine regelmaessigen Leser und ihr, die ihr nur rein zufaellig auf diese Seite geklickt habt,

bin noch in Kathmandu um mir das aktuell laufende Hindu-Fest anzuschauen, aber morgen gehts dann endgueltig weiter richtung Pokhara.

Wie der Name dieses Posts schon aussagt werden euch hier einige Bilder erwarten die vielleicht nicht fuer jedermann / -frau geeignet sind.

Zum einen war ich gestern in einem kleinen Ort suedlich von Kathmandu, genannt Dakhsinkhali. Besonders an diesem Ort ist ein grosser Tempel an dem die Hindus gerade gestern hingepilgert sind um dort zu beten und Opfergaben zu bringen. Je nach Wohlstand handelte es sich bei den Opfergaben um Blumen, Fruechte, bis hin zu Haehnen und Ziegenboecken (es muessen maennliche Tiere sein). Letztere wurden vor Ort geschlachtet, ihnen also die Kehle durchgeschnitten und dann der gesamte Kopf abgetrennt. Einige Bilder werd ich hier veroeffentlichen da es meiner Meinung nach einfach zu der hier herrschenden Hindu-Kultur dazu gehoert.

Zum Anderen hab ich nun die Bilder bekommen von dem Ort, an dem die Toten Hindus verbrannt werden. Auch hier denke ich dass es ein wichtiger Teil der Kultur ist ud moechte euch die Bilder daher nicht verenthalten.

Und zuletzt hatte ich vorletzte Nacht das Erlebnis dass mir ein Nepalese ein Messer an die Kehle gehalten hat und danach auch noch Geld haben wollte. Dabei hat er mir noch viel mehr als nur Geld genommen. Zum Glueck war ein Freund dabei, der mit meiner Kamera Fotos von dem Ganzen machen konnte. Man sieht mir auch an wie weiss ich im Gesicht geworden bin. Aber seht selbst.

Soooo wenn ihr bereit seid fuer die Fotos dann scollt weiter runter.



























Das Hindu-Fest und seine Rituale

 Die viele farbenfrohe Pflanzenpracht ist typisch fuer das Festival und ueberall auf den Strassen zu sehen

Auf dem Weg zum Tempel war ein richtiger MArkt aufgebaut an dem es alles gab - von Opfergaben bis hin zu billigem Spielzeug.


Der Tempel und die dortigen heiligen Staetten waren von aussen einsehbar

Die Leute standen an wie bei der Eroeffnung eines neuen Mediamarktes um sich und ihre Gaben segnen zu lassen.

Als die Tore geoeffnet wurden herrschte drinnen ein reges Treiben und Durcheinander

 
Teilweise wurden die Tiere drinnen im Tempel mitten in der Menge geopfert, teilweise aber auch ein bisschen ausserhalb nachdem sie im Tempel gesegnet wurden. Zuerst wurde ihnen die Kehle durchgeschnitten...

...und dann der gesamte Kopf abgetrennt.



 Sie wurden dann an eine zentrale Sammelstelle gebracht wo sie gehaeutet und fuer den weiteren Transport fertig gemacht wurden. Dann haben die urspruenglichen Besitzer ihre Tiere wieder mitbekommen.
Unter den Buddisten ist dieser Tag als "evil" eingestuft, da so viele Tiere geschlachtet werden, aber ich als Fleischesser muss mir eingestehen, dass sonst fuer mich ja auch Tiere getoetet werden, und da hier die Tiere nicht grundlos geschlachtet werden sondern im Nachhinein gegessen werden, kann ich dem Ganzen nich allzu viel schleches sehen - auch wenn mir beim Anblick des Opferns, der anschliessend noch kopflos zuckenden Koerper und dem Haeuten ehrlich gesagt fuer einige Zeit der Appetit vergangen war.  

 Hier sieht man eine Art Beschwoerung. Viele liessen sich hier von diesem Schamanen segnen doch auf dieses Maedchen hatte es eine sehr tiefgehende Art: Sie fiel in eine Art Trance, war voellig weggetreten, selbst danach. Keine Ahnung was da genau passiert war.

Alles in allem war es ein sehr interessanter und lehrreicher Ausflug.


Die Verbrennung der Toten

Plaetze wie diesen gibt es viele in Kathmandu, doch dieses is wohl einer der Groessten und Beruehmtesten. Alle liegen sie an heiligen Fluessen, die direkt in den Ganges fliessen. In Indien werde ichwahrscheinlich auch noch so manch andere Stelle sehen.

 Pro Verbrennung werden ca 150Kilo Holz benoetigt.

 Die Toten werden darauf gebettet, dann findet eine Abschiedszeremonie statt

bevor mit dem Feuer im Mund der Toten angefangen wird. Dieses bedeutet Reinwaschung, aehnlich wie man bei uns sagt "sich den Mund mit Seife auswaschen"

Dann wird das Feuer unter dem Toten angezuendet.

 Entlang des Flusses finden mehrere dieser Verbrennungen gleichzeitig statt. Wo es frueher noch strikt nach Kasten aufgeteilt wurde ist heutzutage groesstenteils alles gemischt. Nur ganz hoehe Aemter werden ein Stueck weiter flussaufwaerts verbrannt.

 An diesem heiligen Ort befinden sich auch viele sogenannte Holy Men. Obwohl diese angeblich frei sind von wltlichen Guetern wollten sie ziemlich viel Geld fuer ein Foto haben. Von Leuten aus den umliegenden Doerfern werden sie haeufig mit Haschisch versorgt (dessen Konsum fuer sie legal ist) um ihre Visionen zu foerdern. Naja, is wohl viel Glaube dabei. Aber schick sehen sie auf jeden Fall aus.

Mit dem Messer an der Kehle

Wie schon oben erwaehnt hielt mir vor 2 Naechten ein Nepalese ein Messer an die Kehle. Auch von diesem Ereignis will ich euch berichten:

Ausgeliefert befinde ich mich in der Gewalt des Nepalesen

Wie ihr sehen koennte war ich schon ganz weiss im Gesicht
 
Immer wieder fuchtelte er mir mit dem Skalpell-scharfen Messer im Gesicht herum. 

 Als ich schon dachte er waer ueberstanden setzte er zur zweiten Runde an.


Zum Schluss erbeutete er ca 90 Cent von mir, doch wie ihr im Vergleich vorher - nachher sehen koennt nahm er mir noch viel mehr als nur mein Geld!
Zwischendurch klopfte er mir auch immer wieder auf den Kopf, meinen Nacken und meine Schultern, wahrscheinlich um mich murbe zu machen.
Und da ihm das noch nicht genug war rieb er mir nachdem er mir fuer ca 15Min mit dem Messer im Gesicht rumgefuchtelt hatte, noch mit einem grossen Kristall-aehnlichen Stein im Gesicht rum.

Ein Erlebnis dass ich nicht so schnell vergessen werde! Aber seid beruhigt, mir geht es gut und auch das Verlorene im Gesicht kommt langsam wieder! :)



Liebste Gruesse....zum letzten Mal aus Kathmandu!!!

1 Kommentar:

  1. Du krasser :) Alles fit soweit? Treffen wir uns 2014 in Rio? LG Mitschel

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