Nach unsere Ankunft frueh morgens in Nauta wollten wir uns erstmal ein Hotel suchen um dort wenigstens noch etwas ausruhen zu koennen denn die vorige Nacht war kurz und auf meiner Seite durch uebermaessigen Rumverzehr auch nicht grad sonderlich erholsam :)
Der Hafenarbeiter in Yurimaguas hat uns auch noch von seinem "Cousin" erzaehlt der in Nauta Guide ist und uns wohl mit seinem Boot in den Nationalpark bringen koennte. Er wollte ihm bescheid geben und der wollte uns in Nauta in Empfang nehmen. Doch der, der uns da angesprochen hatte sah ganz anders aus wie der Guide auf den Fotos vorher und war uns auch eher unsympatisch und so vertroesteten wir ihn auf ein spaeteres Treffen und checkten erstmal in nem Hotel ein. Nach kurzer Erholungspause und nem kleinen Fruehstueck machten wir uns dann aber selber nochmal auf die Suche nach jemandem der uns weiterhelfen konnte, was sich aber als schwieriger als gedacht herausstellte, da die ganzen Touristen von Iquitos aus starten. Aber ein gluecklicher Zufall wollte es, dass wir nach einigem Herumfragen an einen englisch- und deutschsprachigen Guide kamen der sofort unsere Plaene verstand und uns mit hilfreichen Tipps versorgte. Gemeinsam war ein Plan schnell gemacht:
Es sollte doch nicht in den Nationalpark gehen sondern in einen kleinen Fluss in dessen Naehe, dorthin sollte uns ein Motorboot den Tag ueber den Fluss hochfahren uns dort absetzen und dann wieder verschwienden und wir wollten in ca 4 Tagen selber den Weg zurueckpaddeln, also genau so wie wir es uns vorgestellt hatten!
Also wieder zurueck zum Hotel, dem Typen erklaeren dass wir doch nich hier bleiben wollten, eine Nachricht fuer den anderen "Guide" hinterlassen, die letzten Einkaeufe erledigen und kurz vor Mittag gings mit dem kleinen Boot und einem Fahrer los, unserem naechsten grossen Abenteuer entgegen!
| Mit kurzen Haaren und voller Vorfreude gings erst den Maranon, dann den Ucayali und schliesslich unseren kleinen Nebenfluss entlang. |
| Die gruene Farbenpracht, die Einsamkeit, die tierische Geraeuschkulisse... alles das steigerte unsere Vorfreude noch mehr! |
Nur ein Problem gab es und zwar dass fast der ganze Wald rechts und links komplett im Wasser stand und daher die Campingmoeglichkeiten mehr als begrenzt waren.Relativ zu Beginn gab es eine Stelle doch dann folgte so lange nichts mehr, dass wir zwischendurch schon dachten, dass wir unseren Trip doch noch abblasen muessten, denn wenn wir die Distanz zwischen 2 Lagerplaetzen nicht an einem Tag schaffen koennten, muessten wir sie irgendwie eine Nacht auf dem Wasser in den Packrafts verbringen und diese Ueberlegung behagte uns beiden nicht. Und als wir eigentlich schon aufgeben und unserem Fahrer signalisieren wollten umzudrehen, machten wir ploetzlich doch wieder einen Platz aus und unsere Bedenken verwischten wir schnell und waren plotzlich wieder total happy bei der Sache. Irgendwie wuerden wir die lange Strecke schon ueberbruecken. Wir liessen uns noch etwas weiter den Fluss aufwaertsfahren und legten dann an einem weiteren Platz an, entluden unsere Ruecksaecke, dann war der Moment der Wahrheit gekommen: Das Boot legte wieder ab, wendete und schon bald war es aus unserer Sichtweite verschwunden und etwas spaeter war auch das gleichmaessige Rattern des Bootsmotors nicht mehr zu vernehmen, nur noch das stetige Zirpe der Zirkaden, das Zwitschern und Kreischen der Voegel, das Summen der Insekten, und viele andere Geraeusche die wir so nich zuordnen konnten. Es war schon ein komisches Gefuehl, aber auch total stimmungsvoll und einfach herrlich! Jetzt waren wir in dem Abenteuer auf das wir uns schon vorher s sehr gefreut hatten!
Die "Camingplaetze" werden sonst von einheimischen Fischcern genutzt, also auf einigen der umliegenden waren sicher auch noch andere Menschen, doch von Tourismus oder aehnlichem waren wir WEIT WEIT entfernt, also eine Situation genau nach unserem Geschmack.
Schnell bauten wir unsere Zelte auf, spannten das Tarp ueber ein kleines Holzgeruest, dass von vorigen Fischern stehengelassen wurde und richteten uns erstmal etwas ein. Das war allerdings nicht so leicht denn der Platz war begrenzt und kurz danach fing schon die dichte gruene Wand des Dschungel an. Ausserdem krabbelte auf allem, was irgendwie als Sitzmoeglichkeit dienen konnte, schon tausende von Ameisen, Kakerlaken, Kaefern oder aehnliches herum. Grad Andi hatte vor allem vor Spinnen Respekt, die es auch um uns herum reichlich gab. Und da der Tag und die letzten 3 Naechte auf dem Boot ziemlich anstrengend waren gabs aufm Kocher nur ne schnelle Mahlzeit und die weiteren Erkundungen wollten wir uns fuer den naechsten Tag aufheben. Aber schon die Nacht hielt mit ihren vielen unbekannten Geraeuschen weitere Ueberraschungen fuer uns bereit, die Froesche quakten und immer wenn etwas im dichten Dickicht raschelte oder im Wasser platschte wurden wir doch etwas nervoeser, doch fuehlten wir uns in unseren Zelten doch sicher genug dass wir trotz der Hitze, Luftfeuchtigkeit, dem Mosquitosummen draussen und den unbekannten Geraeuschen irgendwann einschliefen.
Doch schon am naechsten Morgen begann mit einem naechsten kleinen Schrecken, denn an meinen Fuessen war durch die Innenwand des Zeltes der dunkle Schatten einer doch sehr grossen Spinne zu erkennen. Zum Glueck konnte sie ja nicht ins Zelt und ausserdem hab ich mir eingeredet, dass sie durch den Schatten ja auch bestimmt viel groesser wirkte. Als wir dann nachher die obere Zeltplane zur Seite zogen, um sie uns mal genauer anzuschauen wurden wir allerdings eines besseren belehrt, denn was wir spaeter auch noch oefter erfahren sollten: Hier ist einfach alles einge Dimensionen groesser! Na da wussten wir wenigstens auf was wir uns hier einstellen mussten! :)
Hier musste man allgemein aufpassen bevor man irgendwas anfasste, sich irgendwo hinsetzte, irgendwo lang ging, denn ueberall wimmelte es von irgendwelchen Insekten und anderen Lebewesen...von denen nicht die wenigsten giftig waren!
| Die Libellen gehoerten doch zu den niedlicheren harmlosen Geschoepfen um uns herum. |
| Dieser suesse Tausendfuessler hier war ca 15 cm lang und krabbelte nur knapp an meiner Hand vorbei als ich mich mal gedankenlos an einen Baum lehnte... |
| ...Spinnen wie diese zaehlten hier auf jeden Fall zu den kleineren Vertretern ihrer Art |
| Ausgeruestet! Jetzt konnte kommen was wolle...naja oder auch besser nicht :) Ich mal wieder improvisiert mit Muttis Regenjacke... |
| ...Andi schon besser ausgestattet im klassischen Dschungellook! |
| Dadurch, dass der Wasserpegel uebers Jahr so stark schankte entwickelten die Baeume seltsamste Wurzelkonstruktionen: Von kleinen bartaehnlichen Gebilden... |
| ...bin hin zu grossen breiten Riesenwurzeln auf denen der Baum quasi "schwebte". |
| Und auch die Tierwelt war oft perfekt an die oertlichen Bedingungen angepasst und meist mit ungeschultem Auge gar nicht so leicht zu entdecken. |
| ...und nach einem kurzen Fotoshooting im Rambo-Style,... |
| Einfach herrlich in totaler Ruhe ohne Motorgeraeusch durch die Abgeschiedenheit des Amazonasdschungels zu paddeln! |
Der Platz war auch wesentlich schoener, weniger schlammig, nicht ganz so voll Ameisen und Muecken und so beschlossen wir hier auch noch einen Tag laenger zu bleiben und einen Ruhetag mit Angeln und Dschungelerkundungen zu verbringen.
Leider war uns das Glueck beim ersten nicht sonderlich hold, vor allem auch weil uns die passenden Koeder fehlten und so gaben wir irgendwann auf und beschaeftigten uns mit anderen Dingen, war ziemlich deprimieren war, da man staendig im Wasser grosse und kleine Fische springen sah und vor allem hoerte.
Ich setzte mich noch einmal ins Packraft, um den Dschungel nochmal vom Wasser aus zu geniessen und ploetzlich kam ein peruanischer Fischer in seinem Boot um die Ecke. WIr begruessten uns gleich und bei meiner Nachfrage ob er erfolgreich gewesen war zeigte er mir den Boden seines Boots - voll mit Fischen. Allerdings muss man dazu sagen, dass sie auch mit Netzen fischen, die sie fest in Ufernaehe installiert haben und 2 Mal taeglich auf Beute untersuchen. Auf meine Frage ob er uns einen kleinen Fisch als Koeder verkaufen koenne laechelte er wieder und gab mir einen doch recht grossen Fisch - als Geschenk.
Tja, er war zwar nicht selbst gefangen aber dennoch freuten wir uns ueber die nette Geste und ich bekam die Chance das erste Mal einen Fisch selber auszunehmen. Natuerlich hab ich dieses besonder Erlebnis auf Video festgehalten und kanns den Interessierten bei Gelegenheit mal zeigen.
Die Innereien nutzten wir nochmal als Koeder, der auch gleich sehr gut von den Fischen angenommen wurde...allerdings nur von ganz kleinen, die ihn vorsichtig und sauber rundherum vom Haken nagten :/ Aber wir hatten ja jetzt auch nen Fisch den wir klassisch ueberm Feuer gebraten und anschliessend genuesslich mit Reis und Tomatensosse verspeisst haben. Nich ganz so lecker wie der Fisch bei unserem peruanischen Mathelehrer-Freund aber durch das selbstgemachte und die aeusserlichen Bedingungen hatte der hier natuerlich etwas besonderes!
Ansonsten verging auch am Pausentag die Zeit wahnsinning schnell und nach einigen tierischen Besuchern in unserem Camp...
| ...diese Heuschrecke hatte es sich auf Andis Packraft gemuetlich gemacht |
| ...und dieser Specht bearbeitete hartnaeckig einen der umstehenden Baeume... |
... und schon bald war es wieder dunkel - MOSQUITOZEIT! - weshalb wir uns nach einigen Gespraechen in der Haengematte und nen paar Schlummertruenkchen Rum in die Zelte begaben. Ausserdem war morgen unsere lange Paddeletappe, sodass wir geplant hatten morgens mit den ersten Sonnenstrahlen aufzustehen um moeglichst frueh aufm Wasser zu sein um die Etappe moeglichst doch an einem Tag zu schaffen.
| Gut gelaunt gings wieder los mit dem Packraft durch die gruene Wildnis. |
Wie hoerten es auch immer mal wieder in den Baeumen rascheln und ploetzlich sahen wir auch die Ursache. Koennt ihr sie hier auch erkennen?
| Genau, suesse kleine Aeffchen tummelten sich in den Baumwipfeln und liessen sich auch mal fotographieren. |
| Auch weiter Flussabwaerts stiessen wir wieder auf Affen, dieses Mal eine andere Art. |
| Auch trafen wir ab und zu mal wieder auf einheimische Fischer, dieser hier zeigte uns stolz seine letzten Faenge... |
Er (also der Fischer, nicht der tote Piranha :) ) teilte uns auch noch mit, dass es wohl mehrere Abkuerzungen in dem sich windenden Fluss gab, also kleine Schneisen im ueberfluteten Wald, um groessere Kurven abzukuerzen.
Und so steuerten wir in die naechste Schneise einfach mal hinein - rein ins dunkle Dickicht.
| Hier war man wirklich total im dichten Dschungel. Schon ein etwas beklemmendes Gefuehl in seinem Packraft "gefangen" zu sein und an den im Wasser stehenden Baumriesen vorbei zu treiben. |
| Doch natuerlich ueberwiegte meist die Neugier und so liessen wir uns grad in den Schneisen grad viel Zeit um alles zu erkunden. |
| und zu entdecken gab es reichlich wie diesen Ameisenbau ein den Baeumen... |
| ...oder diesen seltsamen Kokonbau. Was da mal rausschluepfen wuerde wollten wir uns dann lieber auch nich vorstellen. |
| Zwar mussten wir unser am Vortag zubereitete Mittagessen noch im Packraft aus der Tuete essen... |
Beim Weiterpaddeln stiessen wir spaeter wieder auf andere 2 Fischer mit denen wir uns gleich gut unterhielten und die uns einen weiteren guten Platz zum Campen zeigten, wo wir die Nacht verbringen wollten. Sie kamen noch mit uns an Land, bereiteten schnell mit der Machete eine Lichtung, schaelten einen Baum und stellten mit der Rinde eine Waescheleine fuer uns her. Wir waren zwar immer gegen Guides doch was sie uns da zeigten war echt total interessant und da wir ja schon 4 Tage allein im Dschungel verbracht hatten, nahmen wir ihr Angebot auch gerne an uns von hier aus nochmal durch den Dschungel zu fuehren.
Und siehe da wir waren kaum eine Minute unterwegs als der erste auch schon rufend auf einen Busch zeigte und auf eine schwarze Schlange darin deutete.
Wir haetten sie allein wahrscheinlich niemals gesehen. Die Guides meinten zwar dass sie nicht giftig sei, aber die Vorstellung, an was wir vielleicht bei unserem eigenen Dschungeltrip alles ahnungslos vorbeigelaufen sind, gab uns doch ein etwas mulmiges Gefuehl.
Die beiden Peruaner machten sich auch gleich darauf die Schlange einzukesseln und sie mit Stoeckern zu fangen. Als sie es geschafft hatten drueckten sie mir auch gleich mal in die Hand mit den Worten "Gut festhalten!".
| Glaubt mir, hinter dem Laecheln war ich doch auch ziemlich angespannt und happy als wir sie wieder in die Freiheit entliessen und sie sich schnell im Dickicht vor uns verkroch. |
Sie zeigten uns noch viele andere interessante Sachen, aus welchen Wurzeln man beispielsweise Wasser gewinnen konnte, wie sie aus Farnen die Haeusedaecher flechten und noch andere interessante Dinge...
| ...wie diese Baumriesen. |
Zurueck am Camp erzaehlten wir ihnen auch noch von unserem anhaltenden Angelpech, also sagten sie wir sollten ihnen mal zeigen wie wir angelten. Sie gaben uns etwas Fleisch von einem ihrer Fische und als ich die Angel nur ca 2 Minuten drin hatte tauchte unser Schwimmer auch schon unter und als ich dran zog hatte ich auch tatsaechlich einen Fisch an der Angel. Zwar war er noch relativ klein, sodass wir ihn losmachten und wieder ins Wasser entliessen, aber trotzdem war es mein erster selbstgefangener Fisch, und das ausgerechnet im Amazonasdschugel.
Wir verabschiedeten unsere Helfer mit einem kleinen Trinkgeld und verabredeten uns fuer den naechsten Tag nochmal, da sie meinten uns in ihrem Dorf unterbringen zu koennen. Und dieses Angebot wollten wir gerne annehmen, da ehrlich gesagt so ein Leben im Dschungel einfach unglaublich anstrengend und kraeftezehrend war! Vor allem weil die vorige Nacht sehr kurz und der lange Paddeltag mit der anschliessenden Dschungelerkundung super ereignisreich aber auch sehr anstrengend war verzichteten wir auf das geplante abendliche Feuer und wollten uns schnell in unsere Zelte verkriechen um uns so auch von den zahlreich anrueckenden Mosquitoschwaermen zu schuetzen. Dabei kommt es drauf an, moeglichst die Mueckenschwaerme abzuschuetteln, die Zelttuer nur so weit wie noetig zu oeffnen und schnell hineinzuspringen und bestmoeglich noch im Flug den Reissverschluss hinter sich wieder zu schliessen. Dann sich erst der Klamotten entledigen, um sich der im Zelt herrschenden Hitze zusammen mit der Luftfeuchtigkeit bestmoeglich anzupassen. Tja nur in dieser Nacht sollte es so kommen, dass Andis Reissverschluss am Zelt versagen sollte und ich nach meinem erfolgreichen Zeltsprung (es haben nur ca 5 Muecken mit mir reingeschafft die drinnen auch schnell erledigt waren) vom Nachbarzelt nur noch lautes Fluchen und Schimpfen vernahm. Schnell hatten die Muecken und saemtliches Krabbelgetier wie Kakerlaken Andis Zelt erobert, waehrend er noch immer mit dem Reissverschluss kaempfte. Als die Wutausbrueche immer heftiger wurden bot ich ihm an zu mir ins Zelt zu kommen was er dann auch irgendwann annahm. Also verbrachten wir die Nacht zu zweit im 1,5 Personen Zelt, Innentemperatur ca 40 Grad, Luftfeuchtigkeit an die 100 % und Sauerstoffaustausch geich null. Yoyo, du kenns ja noch eine aehnliche Situation aus Australien oder? :) Hinzu kam noch, dass, wenn man mit einem Koerperteil die Zeltinnenwand beruehrte, die Mosquitos das sofort merkten und von aussen durchstechen konnten. Also alles in allem wie ihr euch vorstellen koennt wieder keine sehr erholsame Nacht. Der Dschungel ist echt nichts fuer Warmduscher!!! Und das meine ich in mehrfacher Hinsicht, denn zum Einen gab es wirklich seit Tingo Maria keine warmen Duschen mehr in den Hotels und zum Anderen verlangt das ganze Dschungeldasein einem ordentlich was ab und zehrt nach und nach an den koerperlichen und geistigen Kraeften, vor allem wenn man wie wir allein unterwegs ist und sich um alles selber kuemmert!
Doch auch diese Nacht war irgendwann vorbei und der Morgen sah schon wieder ganz anders aus - wenn wir auch noch geraederter waren als davor. Morgens kamen dann auch unsere zwei Peruanerinnen vorbei, fuehrten uns nochmal auf nen Abstecher fuer 2 Stunden in den Dschungel und begleiteten uns dann den Fluss weiter runter zu ihrem Dorf
| Unsere beiden Peruaner in ihrem Kanu |
| Libertad war ein ganz besonderer Ort |
| Ansonsten war man immer auf ein Boot angewiesen... |
| ...und selbst die ganz Kleinen fingen schon an damit umzugehen. |
| Ansonsten konnten wir uns auch erstmal in unseren aufgespannten Haengematten relaxen... |
| ...vor Allem weil unsere Gastgeber sich ums Essenmachen und aenhlicher kuemmerten. |
Leider fings kurz nachdem wir an der guten Stelle angekommen waren wie aus Eimern an zu schuetten und so brachen wir ab und fuhren langsam zurueck. Doch aufm Weg hielten wir noch an einigen Fischernetzen an und siehe da, war glueckicherweise doch noch ein keiner Zusatz zu unserem Abendessen drin versteckt :)
| Sah zwar wie kein vertrauter heimischer Fisch aus aber vertrauten unserem Guide und freuten uns auf das neue geschmackiche Erlebnis. War auch echt wieder lecker1 |
Aufm Rueckweg fuhren wir noch an ueberdimensionalen Seerosen vorbei...
| Wie schon gesagt ist hier alles ein bisschen groesser! |
| Fast schon a weng kitschig :) |
Doch zum Abendessen gabs nur ne kurze Verschnaufspause, denn als es dunkel wurde fingen auch die Froesche wieder an die Grillen vom Tag abzuloesen und so begaben wir uns auf eine kleine Nachtwanderung und bekamen auch bald schon den ersten Schreihals zu Gesicht.
| Die Groesse ist hier jetzt nich so zu erkennen aber die waren schon ungefaehr Handflaechengross und sooooo laut und viiiiele! |
| Wie der Guide so etwas von der anderen Uferseite erkannt habe sollte ist uns bis heut ein Raetsel. |
| Das kleine Tier war ganz schon stark. Natuerlich entliessen wir ihn nach kurzem Fotoshooting auch wieder in die Freihait wobei hier groessere auch zum Verzehr gejagt werden. |
Doch vorher bot uns unser Guide noch an uns zu einem Affenbaum zu fahren, was wir noch mitnehmen wollten - eine im Nachhinein eher verheerende Entscheidung, denn als wir ankamen erwartete uns zwar schon freudig ein Affe der auch gleich zu uns ins Boot kletterte...
| Wenn auch leicht irre aussehend war dieser Affe ein netter Zeitgenosse. |
| ...doch kurz danach folgte ihm ein zweiter (der BRaune hier aufm Bild), der sich irgendwie gestoert fuehlte und Andi, der grad am falschen Patz sass, erst ins Bein und dann in den Arm biss. |
auch unser Guide war ueberrascht und nur mit Muehe schafften wir es den wilden Affen von unserem Boot zu jagen und uns in sichere Entfernung zu bringen. Andi wurde so stark gebissen dass sein Arm ziemlich blutete, und wir daher schnell zurueck zum Haus fuhren, die Wunde dort reinigten und verbanden. Hoffentlich hatte der Affe keine Tollwut, denn auch wenn Andi dagegen geimpft war waer es siherlich keine tolle Erfahrung. Jetzt, eine Woche spaeter, kann ich sagen, dass die Wunde gut verheilt ist und man denke ich auch sonst Entwarnung geben kann.
Dennoch fuer uns ein weiteres Zeichen, dass es Zeit wurde den Dschungel zu verlassen und so verabschiedeten wir uns vom Doerfchen Libertad und machten uns mit dem Boot auf fuer 2 Stunden nach Nauta um von da mit nem Van weiter nach Iquitos zu fahren.
| Ein Bewohner zeigte uns noch seine Boa die er in er Nehe gefunden hatte und nun in einem Fass bei seinem Haus haelt. |
Abgesehen davon koennt ihr euch wahrscheinlich vorstellen wie schoen entspannend es war die Nacht mal in einem kuehleren, muecken- und kakerlakenfreien Raum zu verbringen! Es war zwar wieder einmal eine sau-anstrengende Tour aber fuer das was wir in den 7 Tagen im Dschungel erlebt haben war es jeden Mueckenstich, jeden Schweisstropfen und jede schlaflose Minute wert!
Also fuer alle die, die aehnliches vorhaben: Viel Glueck, aber vor allem VIEL SPASS! Sowas sind erfahrugen, die vergisst man NIE!
Jetzt bin ich in Iquitos, hab eben Andi zum Flughafen gebracht, denn jetzt trennen sich unsere Wege. Ich werd noch nen paar Tage hier bleiben und mich dann mit nem Boot auf uebern Amazonas nach Manaus, Brasilein begeben. Doch davon erfahrt ihr dann bald wieder hier, versprochen!
Bis dahin viele Gruesse und geniesst die WM!!! (Respekt, dass ihr trotz der ganzen Spiele den ganzen Text gelesen habt :) )