Wie schon erwaehnt war uns natuerlich ein Gipfel nicht genug, beziehungsweise wollte Andi natuerlich auch mal wieder auf einem Gipfel stehen und so fuehrte uns unsere Planung auf die Fersen des Nevado Pisco mit 5730 Metern!
Also liessen wir uns nach 2 Tagen Ruhe und Vorbereitung wieder einmal rausfahren, dieses Mal ins Tal des Pisco, voller Zuversicht dass wir dieses Mal beide den Gipfel schaffen!
Nach einer Camping Nacht unten im Tal packten wir alle unsere Sachen zusammen und gingen bei schoenstem Wetter unserem Basecamp entgegen.
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| Schon das Tal allein versprach ein herrliches Panorama |
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| mit einer kleinen Staerkung zwischendurch ging es immer weiter in die Hoehe |
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| Schon bald erreichten wir die Huette, wie hier auch steht auf 4765 Metern. |
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| Hier laesst es sich aushalten :) |
Viele gehen bis hier hin und steigen dann von hier nachts los auf den Gipfel doch erstens wollten wir lieber campen und ausserdem die folgende Moraene schon tagsueber ueberqueren und uns diesen Abschnitt des Nachts ersparen.
Also gingen wir nach einer kurzen Tee-Staerkung weitere 200 Hoehenmeter an eine kleine Lagune um dort die naechste Nacht zu verbringen.
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| Von der Lagune aus konnte man den ansaty des Schneefeldes schon erkennen |
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| Auch die Aussicht vom Zeltplatz war herrlich und die sternenklare Nacht steigerte die Vorfreude auf den naechsten Tag noch mehr! |
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| obwohl die umliegenden Berge schon auch respekteinfloessend waren |
Am naechsten Morgen ging es wieder mal frueh um 3 Uhr los und da meine Kamera mit den geringen Lichtverhaeltnissen nicht so gut klar kommt haben wir uns beim Aufstieg auf Andis Spiegelreflex Kamera konzentriert. Diese Bilder werdet ihr natuerlich auch irgendwann nochmal zu Gesicht bekommen!
Wir hatten gluecklicherweise super perfekte Bedingungen, also der Schnee war angefroren sodass wir nicht zu tief einsanken, der Himmel war sternenklar und uns beiden ging es koerperlich super! Da hatte sich der Koerper langsam schon mehr an die Hoehe gewoehnt. Was aber laengst nicht bedeutete dass einem die Hoehe nichts mehr ausmachte und so schnauften wir schon bald wieder aus allen Loechern und quaelten und Schritt fuer Schritt die schneebedeckten Haenge hinauf. Trotz der guten Bedingungen war es eine krasse Tortour und wie immer fragt man sich zwischendurch was man sich da antut. Doch dann bleibt man stehen, schaut sich um und kann es kaum fassen dass die Schoenheit der Berge um einen herum wirklich wahr sein soll, so unwirklich schoen erscheinen sie im morgendlichen Licht. Und so schleppt man sich weiter nach oben, immer das Ziel, den Gipfel, im Hinterkopf. Und der Gedanke dass jeder Schritt einen ein Stueckchen naeher zum Ziel bringt.
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| Langsam umspielt das Morgenlicht die schneebedeckten Berggipfel der Anden |
Und so vergehen die Stunden, der Atem wird immer schneller, die Luft erklich duenner. Dass mir nebenbei dann vor Kaelte noch das Gesicht, die Fuesse und Finger langsam taub wurden nimmt man erst gar ncht wahr, danach versuchts man zu ignorieren und schliesslich ist es einem sogar egal. Nur noch der Gipfel zaehlt.
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| Rote Nase, eingefrorenes Gesicht aber dennoch gluecklich! |
Und durch immer wieder gegenseitiges Antreiben wird auch noch der naechste und der naechste Hang bezwungen bis man wirklich irgendwann ueber die Kuppe schaut und einem die Sonne auf der anderen Seite so wunderschoen und waermend ins Gesicht scheint!
Leider war es erst wieder einmal der Sattel vorm Gipfel doch der Traum vom Erfolg rueckte naeher. Auf jeden Fall lud die Sonne erstmal wieder fuer eine kleine Verschnaufpause ein.
Doch wieder mussten wir uns aufraffen, nocheinmal die Kraefte sammeln und die letzten Schritte, die letzten Hoehenmetere, noch einmal den inneren Schweinehund besiegen.
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| Der Gipfel scheint schon in greifbarer Naehe! |
Und dann steht man wirklich endlich oben, kann sein Glueck kaum fassen, dass man es endlich geschafft hat, sich die Anstrengungen ausgezahlt haben!
Und bei dem Panorama...oder PORNOrama wie wir es dort getauft haben weil er einfach so GEIL aussah, wird einem der grad wiedergewonne Atem schnell wieder genommen.
Hier ein paar Eindruecke von oben:
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Zwei zufriedene rundum glueckliche Gesichter!
ANDI WIR HABEN ES GESCHAFFT!!! |
Doch auch das schoenste Gipfelgefuehl hat ein Ende denn der Abstieg steht ja auch noch bevor...und da passieren ja bekanntlich die meisten Unfaelle. Doch bevor ihr euch jetzt Sorgen macht: Nein uns ist zum Glueck nichts passiert und sind gegen Mittag, also nach 7 Stunden harter Anstrengung, wieder kaputt aber zufrieden am Zelt angekommen. Nach einer ca 2 stuendigen Ruhepause hiess es Zelt einpacken, sich noch einmal ueber die steinige Moraene quaelen und dann endlich das verdiente Mahl in der Huette einnehmen, begleitet von 2 Flaschen Rotwein und nem Glas Grappa. Zum Glueck waren wir wieder mal allein, sowohl am Berg als auch in der Huette, ausser das Personal halt.
Nach einer erholsamen Nacht (wieder im Zelt) und kulinarisch gestaerkt (wir wurden am naechsten Morgen noch auf ein leckeres Fruehstueck eingeladen, gings am naechsten Tag schon wieder weiter auf einen Abstecher zur Lagune 69. Sie sollte zwar ziemlich tourisctisch aber wunderschoen sein. Also Rucksaecke aufgesetzt und weiter ueber die Bergkuppen ins naechste Tal
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Zwar ging es nicht mehr ganz so hoch hinaus wie am Vortag
doch die staendige Aussicht ins Tal konnte sich dennoch sehen lassen |
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| Auch die anderen Berghaenge wiesen immer wieder Lagunen auf und sorgten so fuer einen genialen Anblick |
Doch die Lagune 69 war nicht ohne Grund so beruehmt und stach uns beim Ueberqueren einer weiteren Bergkuppe durch ihr krasses blau sofort ins Auge
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| Mit Wasserfall und tuerkisem blau ein kleines Paradies inmitten der schneebedeckten Berge |
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| Man koennte fast meinen man waer irgendwo in Kroatien oder Italien...wenn das Wasser nicht so schweine kalt gewesen waere. Da ich mir aufm Weg zum Gipfel eine kleine Erkaeltung eingefangen habe konnte ich hier auch doch wiederstehen noch einmal in eine Gletscherlagune zu steigen. |
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| Andi hat auch hier zum Glueck wieder professionelle Fotos gemacht...sind auch echt viele super schoene dabei. |
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| Natuerlich haben wir auch hier nochmal eine Nacht verbracht...in wunderschoener Lage! |
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| Die Abendsonne sorgte wieder einmal fuer ein unglaubliches Licht und Ambiente |
Bis um 20Uhr war auch wieder sternenklarer Himmel und der Vollmond hat die Schneeberge so stark angeleuchtet dass wir zwischendurch wirklich dachten es wird gar nicht wirklich dunkel.
Und da die Touristen auch nur Vomittags/Mittags mal fuer ein paar Stunden vorbei schauen waren wir wieder einmal ganz allein in diesem Paradies.
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| na gut, ganz allein auch schon wieder nicht, denn diese Kuh beaeugte am Morgen jeden unserer Bewegungen. |
Am naechsten Morgen gegen 10:30 kamen dann auch die ersten Touristen an - ein Zeichen fuer uns unser Zelt einzupacken und uns auf den Rueckweg zu machen....die letzten 2 Stunden zur Strasse um dort ein Bus zu bekommen der uns zurueck nach Huaraz bringt.
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| Doch natuerlich gabs auch auf dem Rueckweg noch ein paar tolle Ausblicke ins Tal |
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Auch die Vegetation nahm wieder zu.
Hier die von uns selbst betitelte Penisblume! |
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| Viele Wasserfaelle zeugen von den gewaltigen Schneemassen oben auf den Gipfeln |
Dann war es soweit, und wir mussten Abschied von den Bergen nehmen. Denn zum letzten Mal ging es zurueck nach Huaraz wo wir grad noch sin um uns zu organisieren, die Klettersachen nach Hasu zu schicken um uns unserem naechsten Abenteuer zu widmen:
Morgen gehts mit dem Bus nach Tingo Maria, in den Dschungel und von da aus immer tiefer in die Amazonasgegend, mit dem Kajak dem Hullaga folgend.
Sobald es wieder was zu berichten gibt und ich Internetzugang hab halt ich euch selbstverstaendlich auf dem Laufenden!
Bis dahin machts gut und bleibt sauber :)
Viele Gruesse, Alex
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